Konzept 2019

 1. Objekt 

 

Beim PANGEA IN LOVE FESTIVAL handelt es sich um ein soziokulturelles und künstlerisches Ereignis, beim dem sämtliche Ausdrucksformen, LIEBEVOLL zu einem großen Kunst- und Musikfest zusammenfinden. Bei diesen Ausdrucksformen handelt es sich konkret um Konzerte, bildende Künste, Happenings, Performances, Lesungen, Workshops, Speeches...

 

Das PANGEA IN LOVE Konzept hat sich in sieben Auflagen auf drei verschiedenen Geländen entwickeln und bewerten können. Für die achte Auflage verlassen wir das bezaubernde Amphitheater, und wagen uns noch einmal in eine neue und sicherlich auch atemberaubende Location, wie es bereits zu unserer Tradition gehört. Etwa 2 500 eingeladene Gäste finden sich zu einem kulturellen und sozialen Großereignis 2019 zusammen. Hier werden die hiesigen Wirtschaftsstrukturen und konventionellen Sozialmechanismen auf den Kopf gestellt. Beim Pangea in Love Festival steht der Mensch mit seiner Menschlichkeit und seinem vollen Potential im Mittelpunkt des Geschehens.

 

Bis heute gelten die gleichen philosophischen Anschauungen und soziale Praktiken wie bei den anfänglichen Versuchen 2007 in Günthershof. Der Anspruch ist es, progressiv ein effektives und unkonventionelles Sozialkonstrukt aufzubauen, welches real ein Akteur für soziokulturelle Veränderung darstellt.

 

 

2. Philopsophie des Projektes

 

Der Kern des Festivals wächst aus der philosophischen Anschauung heraus, dass die Menschen universell und existentiell miteinander verbunden sind. Diese Verbindung entsteht aus dem Bewusstsein heraus, dass alle Menschen von Natur aus absolut gleich sind, und dem gleichen „STOFF“ angehören. Dies hat zur Folge, dass man sein SELBST durch harmonischen und friedvollen Umgang mit dem Gegenüber finden kann. Die allgegenwärtige Gesellschaft bremst jedoch die soziale Harmonie und die Entwicklung des Menschen in seinem vollen Potential. Durch die Erschaffung von einem hierarchischen und standardisierten System, trennt sich, was eigentlich eine Einheit sein sollte. Der Mensch fühlt sich so getrennt vom Anderen, und letztlich von sich Selbst und dem Göttlichen. Es scheint dieses Gefühl der Trennung zu sein, welches den Nährboden bereitet für Diskriminierung, Eifersucht und Hass. 

 

Das Zusammenbringen von Menschen unter friedlicher Absicht, in einem unkonventionellen, solidarischen und liebeerfüllten Rahmen erweckt neue Hoffnung und kann die Menschen zu neuen Ansätzen in der Gesellschaft inspirieren. Das Konzept glaubt daran, dass es den Rahmen schaffen kann, dieser Hoffnung zumindest kurzzeitig Realität zu verleihen. Das Festival steht somit im krassen Gegensatz zur allgegenwärtigen Konsumgesellschaft. Es unterscheidet sich in diesem Punkt WESENTLICH von Festivals, die profitorientiert sind, und sich über Güter bereichern wollen. Mit diesem Konzept verpflichten sich alle Organisationsmitglieder und sonstige Akteure dazu:

 

  • Keinen einzigen Cent zu verdienen, unabhängig von eventuellen Einnahmen, die durch die Spende der Gäste erfolgen würden.

  • Keinen Handel zu betreiben. (Essen darf nur unter speziellen Bedingungen verkauft werden, da die Freigabe von Essen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz tragbar ist),

  • Auch in der Ausgabe von 2019 keine Gelder einzukassieren. Weder für Eintritte, noch für Steh- oder Campingplatz,

  • Getränke wieder kostenlos und bedingungslos an die Gäste auszuschenken,

  • Kommerzielle Sponsorings oder sonst irgendwelche finanzielle Unterstützungsformen dürfen nicht von der Organisation angenommen werden

  • Die kulturelle Diversität, den Respekt und die Offenheit in allen Formen zu fördern

 

Die Loslösung vom Materiellen zwingt den Menschen dazu sich mit seiner eigenen Persönlichkeit zu konfrontieren. Immer weiter soll das Festival versuchen progressiv in diese Richtung zu gehen. Menschen können hier nicht wie gewöhnlich nur über kulturelle Filter in Kontakt kommen, sondern auch über das rein Menschliche.

 

Das Festival hat einen aktivierenden Charakter welcher den Gast direkt ins Geschehen einbezieht. Dieser ist letztendlich der Befürworter und der Motor des Festivals. Die Freude und die Verantwortung der Gäste im Prozess sind nicht nur wesentliche Faktoren, sondern die tragenden Säulen des PANGEA IN LOVE.

 

- Privat Festival Charakter

Das Publikum erhält den Status von eingeladenen Gästen. So werden sie keinen Eintritt bezahlen und auch kostenlos Bier und Softgetränke verzehren können. Die anwesenden Gäste werden die freie Wahl haben sich finanziell an den Kosten zu beteiligen.

 Am Eingang MUSS jeder seine Einladung abgeben, und seine Namen und Vornamen samt Unterschrift eintragen. Mit der Unterschrift erklärt sich der Gast für jeglichen Schaden haftbar die er verursachen mag. Er erklärt hiermit auch dass er seine Teilnahme am Festival auf eigene Gefahr akzeptiert. Natürlich, setzen wir wie immer unser volles Know-How ein, um die bestmögliche Sicherheit für Jeden zu garantieren.

- Medien und Werbung

Da es sich aus den genannten Gründen, um ein privates Festival handelt, ist jede Form von Medienberichten nicht erlaubt. Dies um die private und gratis Natur des Festival zu schützen. Aus Sicherheit und Konzeptuellen Gründen können wir uns nicht erlauben, neugiere Menschen anzuziehen die nicht eingeladen sind, und die nicht mit dem solidarischen und partizipativen Charakter des Festivals verbunden sind. Aus den Gleichen Gründen erwarten wir von den Künstler dass Sie keine Öffentliche Werbung oder Facebookevents kreieren. Falls das Festival irgendwo im Internet oder auf Flyers namentlich gennant wird, darf MUSS explizit darauf hingewiesen werden, dass es sich um ein Privates Ereignis handelt, und dass der Einlass exklusiv Über Einladung erfolgt.

Deshalb kann diese Webseite nicht gegoogelt werden, sondern ist exklusiv auf der Einladung oder der geheimen Facebookgruppe zu finden.

 

- Kollektiver Verantwortungs Charakter

Wird auf dem Festival die Erfahrung gemacht, dass der finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis zu den freiwilligen Spenden der Gäste steht, wird davon ausgegangen, dass das Konzept nicht mehr kollektiv getragen wird. Somit verliert es seinen inneren Sinn. Die Komitee-Mitglieder haben dann die Verantwortung, das Projekt in dieser Form aufzulösen. UND DIES IST IN ORDNUNG. Die Tatsache, dass der Mensch direkte Verantwortung für die Qualität des Festivals trägt hat zur Konsequenz, dass er selbst für seine Sicherheit sorgt, sowohl für den respektvollen Umgang mit anderen Menschen als auch mit der Natur. Der gesunde Menschenverstand der Organisatoren hat aber ein Sicherheitskonzept vorgesehen welches aus 5 Aspekten (siehe Sicherheit) besteht und sich in den letzten Jahren entwickelt und bewertet hat. Dennoch steht auch im Jahre 2019 die Eigenverantwortung des Einzelnen ausdrücklich im Vordergrund.

Das Festival gilt als langzeitiges Projekt und sollte jedem die Möglichkeit bieten sich für die Erhaltung und das Mitwirken des Konzeptes einzusetzen und zu engagieren. Die Organisation bleibt deswegen ein ständig offener Kreis. Das Festival bemüht sich, jegliche Gruppierungen und Subkulturen einer Gesellschaft zu integrieren, unabhängig von seiner ethnisch-kulturellen Abstammung, sozialem Status oder Glaubensform. Die Philosophie fördert so in seiner Konzeption die Toleranz, das Zusammenfinden, die Kooperation und ein aufstrebendes Akzeptanzgefühl für alle Menschen. Der Impakt des Pangea in Love Festival könnte zu einem Gesellschaftswandel und somit zu einer besseren Welt beitragen. Das Konzept zeigt sich hier optimistisch, denn wenn eine Idee mit anderen geteilt wird, und diese Idee zur Überzeugung wird, hat dies eine nicht zu unterschätzende Handlungskraft zum Effekt. Jedoch sind wir nicht naiv genug diese Utopie anzustreben, ohne sie in ihrem globalen und reellen Kontext zu betrachten. Es wird wohl eher ein „kleiner Tropfen auf einem heißen Stein“ bleiben. Doch wie Herman Hesse schon meinte: Um zu wissen was das Mögliche sein könnte, muss das Unmögliche immer wieder angestrebt werden.

 

 

3. Die Organisation

 

Die organisatorischen Strukturen haben sich im Laufe der Jahre, als gewinnbringend und effektiv eingependelt. Formell wird aber auch aus rechtlichen Gründen überlegt, ob die Organisation nicht die Form einer A.S.B.L. annehmen könnte. Dies würde aber (außer die Erfüllung der hiermit verknüpften formellen Bedingungen) nichts an der praktischen Durchführung der reellen Organisationsform verändern, so dass dieses Konzept nicht nur als Leitfaden gilt, sondern für die Organisationsmitglieder und alle Teilnehmer bindenden Charakter hat.

 

Dieses Konzept definiert das klare Ziel, dass sich die Organisatoren nicht für das Festival opfern, sondern die bestmögliche Freude und Entwicklung an der Erfahrung erhalten sollen. Der Prozess der Entstehung ist genauso wichtig wie das Endresultat selbst. Der Weg dorthin ist bereits das Ziel, und hier sollten die Organisatoren und Freiwilligen besonders achtsam sein. Vom Wesen her darf also die Organisation nicht das ganze Festival ziehen oder tragen, vielmehr setzt es die nötigen Bedingungen damit die Verantwortung und die Qualität von JEDEM getragen werde, der im Projekt, und sei es nur als Gast, mitwirkt.

 

Intern besteht die Organisation aus einem Komitee, das die Gesamtverantwortung trägt. Dies beinhaltet den Prozess, die Entscheidungen und die Finanzen. Sie besteht aus Freiwilligen, die die Verantwortung innerhalb ihres spezifischen Arbeitsbereiches tragen.

 

- Das Organisationscomitee

Das Komitee besteht aus Mitgliedern, die sich freiwillig und ohne Entlohnung zu folgendem verpflichten:

 

  • Bei der ersten Versammlung den Gesamtkoordinator zu wählen

  • Das Konzept zu lesen und gegebenenfalls mitzugestalten oder zu verändern

  • Die organisatorische Verantwortung für ihre(n) Bereich(e) komplett zu übernehmen

  • Weitmöglichst autonom ihren Bereich zu gestalten, und bei Bedarf sich mit anderen Akteuren zu verbinden

  • Auf eventuelle Gewinne komplett zu verzichten. Diese werden integral im Festival reinvestiert

  • Solidarisch, kollektiv rechtlich und finanziell die Verantwortung für das Gesamtprojekt zu übernehmen

  • Auf den Vollversammlungen über den Planungsstand und das Voranschreiten des jeweiligen Bereiches zu berichten.

  • Sich an die protokollierten Abmachungen zu halten, und das Konzept in allen Formen zu vertreten und zu entwickeln.

 

Dan Terrao (Mitglied seit 2007) 

Fenny Gillen (Mitglied seit 2007) 

Yves Dellere (Mitglied seit 2007) 

Fabien Jenon (Mitglied seit 2008) 

Marc Metzler (Mitglied seit 2016) 

Massimo Helminger (Mitglied seit 2019) 

Tessy Beckene (Mitglied seit 2016) 

 

- Der Gesamtkoordinator 

Das Komitee hat sich für …Dan Terrao…als Gesamtkoordinator entschieden. 

Die Organisation besteht aus neuen Elementen und alten Mitglieder, die bereits hohe Erfahrungswerte haben. Mit diesem Konzept sind alle Mitglieder rechtlich und finanziell auf einem Level, was sowieso informell bereits immer rechtsgültig war. Da das Festival neue herausfordernde Bereiche einnimmt, und das Festival auch quantitativ wieder natürlich wächst, erscheint die Rolle eines Vize-Gesamtkoordinator sinnvoll.

Dieser wird vom Gesamtkoordinator gewählt.

Im gleichen Sinne, sollte ein anderes Komitee-Mitglied ebenfalls die Rolle des rechtlichen Beraters einnehmen.Dieser wird ebenfalls vom Gesamtkoordinator gewählt, da diese als essentielle Funktion haben, in dieser Rolle, die Gesamtkoordination in seiner Effizienz zu stärken.

 

Die Rolle des Gesamtkoordinators definiert sich folgenderweise:

 

  • Er trägt die Hauptverantwortung bei offiziellen Instanzen.

  • Er ist der Garant für das Konzept und verantwortlich für dessen Erhaltung und Umsetzung

  • Es ist seine Verantwortung dafür zu sorgen, dass die Gesamtführung des Projektes zum richtigen Zeitpunkt voranschreitet. Die Prozessverantwortung der einzelnen Bereiche obliegt den einzelnen Mitgliedern

  • Es ist seine Verantwortung, an erster Stelle, den Gesamtüberblick des Projektes zu behalten und alle Akteure und Prozesse einzuschätzen, und gegebenenfalls nach dieser Einschätzung zu handeln

  • Gibt es langwierige Debatten, die das Voranschreiten des Projekts objektiv hemmen, kann er in dem Falle die letzte Entscheidungsinstanz sein

  • Er hat NICHT das Recht innerhalb eines konkreten Verantwortungsbereiches eines anderen Mitgliedes Entscheidungen zu treffen, es sei denn, es geht darum, einer objektiv antikonzeptuellen Entwicklung entgegen zu wirken (siehe Punkt 2)

  • Er hat die Pflicht die Bereiche organisatorisch zu koordinieren, und sich über den Verlauf bei den Verantwortlichen zu informieren.

 

- Der Vize-Gesamtkoordinator

Das Ausmaß der Organisation sieht die Rolle eines Vize-Gesamtkoordinators vor. Er hat die Pflicht

 

  • Sich mit dem Gesamtkoordinator auf gleichem Niveau über den Gesamtprozess zu informieren, beziehungsweise mit ihm im Kontakt zu bleiben (in allen Bereichen und auch auf rechtlicher und politischer Ebene)

  • Die Konzeptverantwortung zu tragen, falls der Gesamtkoordinator nicht anwesend ist

  • Den Gesamtkoordinator durch den Stand seines Informationswissen zu unterstützen

  • Er hat nicht das Recht die letzte Entscheidungsinstanz zu sein, die Rolle des Vermittlungs- und Informationsmanagers für andere Mitglieder zu übernehmen

  • Gesamtkoordinator zu werden falls dieser durch höhere Gewalt wegfällt oder während des Festivals resigniert.

 

- Die Freiwilligen

Die Freiwilligen sind mehr als wichtige Elemente die beim Aufbau und dem positiven Ablauf des Festivals unentbehrlich sind. Sie sind genau wie die Organisatoren impliziert, jedoch tragen sie keine Verantwortung für Finanzen oder Entscheidungen. Sie werden voraussichtlich, je nach Bedarf in zweistündigen Schichten arbeiten. Dies ist der minimale offizielle Einsatz. Da sich niemand komplett opfern sollte und jeder das Festival auch als Gast genießen sollte, werden dieses Jahr quantitativ zwischen 100 und 150 Freiwillige benötigt

 

  • Die Rekrutierung, Organisation, Einteilung, Unterstützung, Kommunikation, Versammlungen und Aufsicht der Freiwilligen obliegt den Organisatoren die diesen Bereich einnehmen.

  • Der Gesamtkoordinator weiht die Freiwilligen bei den Versammlungen ins Konzept ein.

  • Genauso wie die Komitee-Mitglieder von konkreten Schichtarbeiten während des Festivals entlastet werden, sollten Freiwillige die beim Auf- und Abbau tätig sind, ebenfalls von Schichtarbeiten in den Festivaltagen selbst entlastet werden.

  • Freiwillige die mehrere Tage beim Auf- und Abbau tätig sind, erhalten dieses Jahr prinzipiell mehr Einladungen als die Freiwilligen die sich nur in Schichten eintragen.

  • Die Freiwilligen sind gebeten, das Konzept zu lesen und den Geist des Festivals zu tragen und zu verbreiten.

  • Freiwillige werden auch im Jahr 2019 das traditionelle Pangea-T-Shirt erhalten. Diese sollten sie während ihrer Schicht tragen.

  • Genauere Modalitäten werden gegebenenfalls durch die Komitee-Mitglieder, die für die Freiwilligen verantwortlich sind, definiert.

 

- Die Versammlungen

 

Neben allen Teilversammlungen, sieht das Konzept drei Hauptversammlungen für die Organisatoren vor. Folgende Punkte sollten hier behandelt werden:

 

  • Behandlung des Konzepts und Bereichseinteilung in der ersten Versammlung

  • Berichterstattung der konkreten Umsetzung in den einzelnen Bereichen

  • Lösungsorientierende Gespräche von eventuellen Schwierigkeiten und Herausforderungen

  • Das Festlegen konkreter Zeitlinien

  • Die offene Thematisierung, von neuen Ideen welche zu jedem Moment angenommen werden können. (das Festival darf nicht im eigenen Konzept zu rigide werden)

 

Um eine höchstmöglichste Effektivität zu garantieren sollten sich die Mitglieder für ihren Teilbereich vorbereiten

Die Versammlung wird vom Gesamtkoordinator oder dem eventuellen designierten Generalsekretär vorbereitet und protokolliert.

Die Entscheidungen werden somit zusätzlich zum Gesamtkonzept bindend für dieses Jahr.

 

 

4. Implikation des Festivals in der heisigen Gemeinde und Verantwortung gegenüber des diesjährigen Geländeeigentümers und der Natur

 

Das Festival findet das erste Mal auf einem Privatgelände statt. Nichts desto trotz ist die Genehmigung des Festivals auch an Bedingungen der lokalen Behörde geknüpft. Ziel dieses Konzeptes ist es ein Maximum an Vertrauensbasis und Transparenz mit den lokalen Behörden und dem Besitzer des Geländes zu pflegen. In dieser Hinsicht verpflichten wir uns:

 

  • Ein Maximum an Kommunikationsbasis mit dem Gemeinderat und den Geländeeigentümer zu pflegen

  • Das zur Verfügung gestellte Terrain in allen Hinsichten zu respektieren und in einem möglichst einwandfreien Zustand zu hinterlassen

  • Die hiesigen Gesetze zu respektieren, und nationalen Autoritäten gegebenenfalls Zugang zu gewähren

  • Alle Bedingungen in dem ausgestellten Vertrag zu erfüllen

  • Bewohner aus der Gemeinde Einlass zu gewähren, wenn diese im Vorfeld die Anmeldungsbedingungen erfüllt haben

  • Uns an alle Bedingungen zu halten die mit der Gemeinde und dem Geländeeigentümer abgemacht wurden

  • Uns alle nötigen Erlaubnisse zu verschaffen, und eine allgemeine Haftpflicht bei einer nationalen Versicherungsgesellschaft zu besorgen

  • Allgemein für die maximale Sicherheit gegenüber allen Gästen und Künstlern zu sorgen

  • Kooperativ mit dem hiesigen Förster und der Feuerwehr zu arbeiten

  • Soweit es in unserer Macht steht, ökologisch abbaubare Materialien zu verwenden

  • Dafür zu sorgen, dass jegliche benutzte Felder, oder Naturschutzgebiete im Detail von jeglichen Spuren des Festivals gereinigt werden

  • Keine Bäume oder sonstige natürliche Ressourcen zu beschädigen

  • Im Rahmen unserer Möglichkeiten jeden produzierten Abfall zu recyceln

 

 

5. Die Sicherheit

 

Wir haben ein bewährtes Sicherheitssystem welches aus 6 tragenden Säulen besteht: 

 

  • Der selektiv private Charakter des Festivals. Dieser ermöglicht uns im Vorfeld Menschen einzuladen, die bereits Toleranzwerte verinnerlichen. Des Weiteren handelt es sich um eine Privatveranstaltung, sodass selbst eingeladene Gäste bei Bedarf unmittelbar vom Privatgelände ausgewiesen werden können. D ist bereits eine riesige Gemeinschaft gewachsen, die sich auch als Kollektivum identifiziert

  • Eine sehr hohe Präsenz an Freiwilligen und involvierten Menschen.

  • Diese Präsenz ermöglicht eine Vielfalt an Sicherheitsüberwachung und eine Präsenz die zur emotionalen Sicherheit führt.

  • Die Dauerpräsenz von einem freiwilligen Rettungsdienst, der unmittelbar auf dem Gelände stationiert ist, und jegliche Mittel zum professionellen Soforthandeln hat.

  • Das formelle Haften der Gäste für Ihre eigene Sicherheit

  • Die konzeptuelle Förderung eines friedlichen und toleranten Miteinander

 

 

6. Die Musik

 

Die Musik ist ein wesentlicher Bestandteil des Festivals. Sie ist ein Medium, welches die Menschen verbindet und große Freude bereitet.  Wie zuvor angedeutet, soll die Musik keinen Exklusivcharakter haben, sondern friedlich neben den anderen Ausdrucksformen stehen.  Quantitativ wird sie den größten Teil des Festivals für sich beanspruchen. Dabei scheinen uns folgende Punkte relativ wichtig zu sein :

 

  • Maximal 20 Bands können in diesen drei Tagen auftreten.

  • Die Bands sollten eine möglichst große Diversität in der Musik darstellen.

  • Soweit es geht sollte den Bands die Freiheit gelassen werden, was sie spielen wollen. Auch sollte ihnen mit einem würdigen Backstage entgegnet werden, und der Rahmen für eine angenehme und freudige Zeit soll geboten werden.

  • Die Bandmitglieder werden verpflegt und je nachdem auch die Möglichkeit haben bei „Pangeafamilien“ unterzukommen. Ein würdiges Backstage, so wie begleitende Personen, werden Ihnen zur Seite stehen.

  • Normale Spielzeit sollte zwischen 45 und 75 Minuten sein. Im Durchschnitt werden sich die Bands auf 60 Minuten einigen

  • Das Pangea bietet traditionell die Gelegenheit für die Band, experimentelle Aspekte einzubringen, da sie vor einem hochtoleranten Publikum stehen, die nicht nur konsumieren, sondern im Geschehen involviert sind.

  • Auch im Jahr 2019 wird eine Backline organisiert, so dass die Musiker nur ein Minimum an Material mitbringen müssen.

  • Bands die im Jahre 2016 aufgetreten sind, werden nicht für 2019 eingeladen. Dies im Sinne der Diversität, um somit die Gäste nicht zu sehr mit den gleichen Acts zu konfrontieren und einen „Flow“ in der Programmierung zu haben.

  • (Gaasserockbluesband hat hier als einzige Band ein Ausnahmerecht.)

  • Um auch die junge Generation zu fördern, werden immer eine oder zwei nicht bekannte Newcomerbands auftreten dürfen

  • Um den Bands eine minimale finanzielle Entschädigung zu gewährleisten, wurde Folgendes entschieden:

  1. Die Bands haben das Recht Merchandising auf dem Gelände zu betreiben.

  2. Die Bands erhalten ein Benzingeld, und zwar folgendermaßen: ES BEKOMMEN NUR BANDS EINE ENTSCHÄDIGUNG IN FORM VON BENZINGELD DIE AUS DEM AUSLAND KOMMEN. UND ZWAR ERST AB 40 KM HINTER DER GRENZE. Bands aus dem nahen Ausland werden also nicht entschädigt. Dies um Bands aus dem Inland nicht finanziell zu diskriminieren. Hier der Tarif den wir bezahlen können: 0.21 Cent per Km. Dies für die gesamte Band und nicht pro Auto. Wenn eine Band beispielsweise aus Brüssel kommt, sind das also 246km x 0.21 macht: 105 Euro.

  3. Bands die ohne einen legitimen Grund kurzfristig absagen, werden nicht mehr mit der gleichen Band auf dem Pangea auftreten.

  4. Kontrakte werden mit den Bands fertiggestellt, die die speziellen Bedingungen des Auftritts festhalten.

  5. Weitere Modalitäten werden gegebenenfalls vom Organisator der die Bands in seinem Verantwortungsbereich hat, festgesetzt.

 

 

7. Die freie und bildende Kunst

 

Das Festival hat erkannt, dass der Kunstausdruck auf dem Gelände nicht nur ein kosmetisches Anliegen ist, sondern ein fundamentaler Träger des Projektes. Das Festival wird versuchen alle Künstler zusammen zu bringen, um den kreativen Teil in die Hand zu nehmen. Hierbei soll die Freiheit geboten werden, zu tun und lassen was immer sie für richtig halten. Auch hier sind wir leider an einen finanziellen Minimalismus gebunden. Dies sollte hoffentlich nicht dessen Dimension verringern. Wir haben auch den Ansporn eine hohe Qualität an bildender Kunst progressiv ins Pangea in Love Festival einzugliedern. Falls wir in diesem Jahr einzelne abschließbare Räume zur Verfügung haben, werden wir Freiwillige einsetzen, um die Kunstobjekte während der Öffnungszeiten der Galerie zu überwachen. Hiermit erhoffen wir dann auch eine Mehrzahl bewährte bildende Künstler anzuziehen.

 

  • Der Kunstverantwortliche koordiniert die Künstler auf dem Gelände und versucht den Rahmen zu bieten, die die Künstler brauchen.

  • Künstler haben das Recht Einladungen zu verteilen.

  • Der Künstler trägt die Verantwortung für die Sicherheit seiner Kunst in letzter Instanz. Der Organisator versucht einen sicheren Rahmen zu bieten, indem er konkrete Vorkehrungen trifft, haftet aber nicht in letzter Instanz für eine eventuelle Entwertung oder Verlust der Kunstobjekte.

  • Je nach Situation wird die Kunst in diesem Jahr hermetisch abgesichert und dauerhaft während der Öffnungszeiten der Galerie überwacht.

  • Im Geiste des Festivals darf der Künstler seine Kunst auf dem Gelände nicht verkaufen.

  • Der Kunstverantwortliche organisiert im Mai/Juni eine Versammlung für die Künstler.

  • Eine Vielzahl an Installationen und Skulpturen sollen weiterhin angeschafft werden.

  • Falls uns kein Raum zur Verfügung steht, sollen Künstler, die sich mit Malkunst befassen entweder „Während des Festivals live malen“, oder sie treffen eigene Sicherheitsvorkehrungen um ihre Kunstwerke zu schützen, beispielsweise das Anlegen einer Plastikschutzfolie.

  • Die Organisation hilft den Künstlern weitmöglichst ihre Werke „auszustellen“.

  • Die Werke sind Eigentum der Künstler. Letztere werden auch nach dem Festival die ausschließlichen Eigentümer bleiben.

  •  Weitere Modalitäten können vom Kunstverantwortlichen festgesetzt werden.

 

 

8. Performances 

 

Eine der größten Herausforderungen wird es in diesem Jahr sein, Künstler zu finden, die während des Festivals eine kostenlose Performance geben. Es scheint uns ein äußerst wichtiger Punkt zu sein, dass die Organisation sich Mühe gibt, so viele freie Künstler wie möglich zu kontaktieren. Die Mitglieder werden versuchen einen in diesem Sinne Performer aufzufinden. Wie schon im Jahr 2016 wird der Verantwortliche ein besonderes Interesse haben, spirituelle Ansätze einzubinden. Der Verantwortliche wird seine höchste Kreativität einsetzen um solche Performer anzuziehen, oder selbst (wie 2016) Performances zu organisieren.

 

  • Performer haben das Recht, Einladungen zu verteilen.

  • Weitere Modalitäten werden ggf. vom Performance-Verantwortlichen getroffen.

  • Da die Performances offiziell in das Programm einfließen, wird es eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Programmverantwortlichen und den Performance-verantwortlichen geben.

  • Die Finanzierung durch individuelle Spenden an den Performer ist im konzeptuellen Sinne nicht erlaubt.

  • Er bekommt das Material gespendet, das er braucht um speziell diese Performance zu gestalten (Farbe, Feuer, Benzin,  ….)

 

 

9. Pangea Familien

 

Das Festival hat den Anspruch, sich mehr und mehr (auch über die Grenze hinaus) der Welt zu öffnen, um der beschriebenen Diversität und Toleranz Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit zu verleihen. Die Verpflegung, Beherbergung und Begleitung von Künstlern, Monteuren, Freiwilligen, Perfomern u.s.w. die von weit herkommen sollen kulturell in sogenannten Pangeafamilien integriert und auch verpflegt werden.

 

Diese Pangeafamilien haben also eine sehr wichtige Rolle, da sie den Schlüssel zur Vereinigung der Welten darstellen. ALSO PANGEA IN LOVE faktisch symbolisieren. Je besser dies funktioniert, umso mehr Menschen unterschiedlicher Herkunft können integriert werden.

Somit wird ein Komitee-Mitglied zuständig sein um Familien in Luxemburg zu finden welche bereit sind Gäste aus dem Ausland zu beherbergen. Dies gilt für Gäste welche aktiv an der Gestaltung des Festivals beteiligt sind. Je nach Engagement des Gastes kann dies bis zu 2 Wochen sein. (eine Woche vor- und eine Woche nach dem Festival) Die Pangeafamilie wird also in permanentem Kontakt mit dem Pangeagast stehen, und ihn oder ihnen im Rahmen der Möglichkeiten begleiten.

 

Die Familie verpflichtet sich:

 

  • Den Pangeagast während der notwendigen Zeit kostenfrei zu beherbergen und zu verpflegen.

  • Ihn möglichst beim Transport zu unterstützen,

  • Sich kulturell mit ihm auszutauschen und den notwendigen emotionalen Halt zu geben

  • In regelmäßigem Kontakt mit dem Verantwortlichen für den Pangeafamilien-bereich zu stehen.

 

 

10. Soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein

 

Dieses Konzept wäre nicht vollständig, wenn nicht die soziale, ökologische und spirituelle Dimension mit einfließen würde…Wahres Glück wird dann real, wenn es auch geteilt wird.

 

  • Somit wird im Jahr 2019 ein Projekt eine ONG oder eine soziale Institution Platz bekommen seine solidarisch orientierte Aktivität auf dem Pangeagelände vorzustellen.

  • Dieses Projekt, ONG oder Institution wird somit frei für Ihre Aktivität werben können und auch Mitglieder rekrutieren.

  • Hierbei wäre eine interaktive und kreative Form wünschenswert.

  • Sie müssen jedoch im Rahmen bleiben der ihnen zugeteilt wird

  • Wenn diese Assoziation kein Essen zubereitet, darf es nichts verkaufen, es sei denn es wurde im Vorfeld abgesprochen mit dem zuständigen Organisator.

  • Das Essen wird größtenteils von Non-Profit Organisationen zubereitet, deren Status als „a.s.b.l.“ nachweisbar ist.

  • Des Weiteren müssen sie solidarische oder emanzipatorische Projekte verfolgen welche minderbegünstigte Menschen unterstützen.

  • Diese sind die einzigen die das Essen verkaufen dürfen. Die Einnahmen MÜSSEN integral an die Aktivität gehen, für die sie offiziell stehen.

  • Dies wird von dem Verantwortlichen für Hilfsorganisationen überprüft.

  • Die Koordination der Hilfsorganisationen untersteht dem zuständigen Komitee-Mitglied.

  • Wir werden weiterhin einen Beauftragten für Umweltschutz innerhalb unserer Organisation haben.

  • Dieser ist dafür zuständig, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten umweltfreundlich und nachhaltig handeln.

  • Spirituelle Entfaltung, ohne Bewertung von Religionsursprüngen oder -formen, wird weiterhin in Form jeglicher Art einfließen, sei es Yoga, Meditation, Gebete, Kunst, Tänze, spirituelle Rituale…

 

 

Wir glauben, dass ein soziokultureller Impakt nur dann möglich ist, wenn der Mensch sich auch emotional, mental und spirituell entwickeln kann. In diesem Sinne, lasst uns den Geist der universellen Menschheit wieder vereinen, um symbolisch der ganzen Menschheit die Hoffnung auf eine friedliche und freudige Welt zu ermöglichen.